Neue Workshop-Termine!


12.03.2016 -Workshop "Geschlechterrolle vorwärts" in Potsdam

Im Rahmen der brandenburgischen Frauenwoche veranstalten wir in Zusammenarbeit mit Frauenaspekte e.V. am 12. März im FrauRaum Potsdam einen Workshop für Frauen und Männer jeden Alters mit interaktiven Übungen zum Bewusstmachen und Überwinden überkommener Rollenbilder.

Wann?

Samstag 12. März 2016

10-15 Uhr

Wo?

FrauRaum, Gutenbergstr. 12, 14467 Potsdam

Der Teilnahmebeitrag beträgt 10 Euro pro Person


Mit freundlicher Unterstützung durch die Landeshauptstadt


Programm:





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01.03.2016 -Workshop "Geschlechterrolle vorwärts" in Berlin

Im Rahmen des FrauenInfoTages veranstalten wir in Zusammenarbeit mit Frauenaspekte e.V. am 12. März im Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf Berlin einen Workshop für Frauen jeden Alters mit interaktiven Übungen zum Bewusstmachen und Überwinden überkommener Rollenbilder. 

Wann?

Dienstag 1. März 2016

10-15 Uhr 

Wo?

Rathaus Charlottenburg, Otto-Suhr-Allee 100, 10585 Berlin

Festsaal im 3. OG


Für weitere Informationen:

https://www.berlin.de/ba-charlottenburg-wilmersdorf




Es geht weiter.....

Wir freuen uns verkünden zu können, dass unser Projekt weitergeht - in Zusammenarbeit mit dem Verband Frauenaspekte e.V. - mit Workshops im Raum Berlin und Brandenburg!

Bei Interesse könnt ihr uns gerne kontaktieren unter: projekt.geschlechterrolle@d-fr.de

Weitere Informationen zu den Veranstaltungen folgen bald!

 


Projektausklang Geschlechterrolle vorwärts - ein voller Erfolg!

 

Im mit etwa 80 TeilnehmerInnen gut besuchten Basecamp eröffnete Gudula Hertzler-Heiler vom Präsidium des Deutschen Frauenringes (DFR) am 20.11. um 18 Uhr die Veranstaltung. Sie rekapitulierte kurz die Entstehung und den Verlauf des Projektes und ordnete es in die politische Ausrichtung des DFR ein. Hierbei hob sie drei Bausteine des Verbandes hervor: den Kampf gegen weibliche Altersarmut, für Lohngleichheit und gegen Geschlechterstereotype, welche noch immer eine ideelle Grundlage für Ungleichheiten in unserer Gesellschaft darstellen. Sie dankte insbesondere den beiden Projektleiterinnen Steffi Barthel und Liselotte van den Anker sowie Dr. Martina von Bassewitz, die das Projekt von Seiten des BMFSFJ betreute.

Frau Dr. von Bassewitz, Leiterin des Referates „Teilhabe und Medien“ widmete sich anschließend der Frage, inwiefern die (eigentlich privaten) Stereotype in staatliches Aufgabenbiet fallen. Sie verwies dabei auf die auch für deutsches Gesetz bindende Frauenrechtskonvention CEDAW, in der u.a. Maßnahmen gegen Genderstereotype festgeschrieben seien. Auf dieser Basis unterstütze ihr Ministerium u.a. Projekte wie Pink Stinks oder den Helene-Weber-Preis für Kommunalpolitikerinnen und initiierte die Girls‘ bzw. Boys‘ Days zur nicht-stereotypen Berufsorientierung. Daher sei sie auch glücklich gewesen, mit dem Projekt „Geschlechterrolle vorwärts“ die Diskussion zwischen den Geschlechtern und Altersgruppen in verschiedenen Regionen des Landes unterstützen zu können.

Nach diesen Grußworten stellten die beiden Projektleiterinnen die Inhalte und Ergebnisse der siebenteiligen Workshop-Reihe vor. Der gewählte Ansatz sowie die Seminar-Konzeptionierung stellten sich als sehr fruchtbar und erfolgreich in der Umsetzung heraus. Die Ergebnisse und Workshop-Anleitungen werden nun in einem Handbuch für andere Institutionen zusammengefasst und anschließend als Download auf der Website verfügbar sein.

Bernard Könnecke stellte als Geschäftsführer des Institutes Dissens dessen Versuch dar, aus der Perspektive von Männern gesellschaftliche und Geschlechterverhältnisse aus profeministischer Perspektive zu beforschen sowie daraus Bildungsangebote zu konzipieren und umzusetzen. Das offene Konzept der Workshop-Reihe des Projektes sei für Dissens, das üblicherweise mit konkreten Akteurs- und Multiplikator*innen arbeite, besonders herausfordern und spannend gewesen.

Dass auch die jüngere Generation sich kritisch mit einengenden Stereotypen und Rollen befassen, stellten die beiden jungen Frauen Helene und Coco eindrücklich dar: die beiden Schülerinnen sind Mitherausgeberinnen des Mädchen—Jahreskalenders. Dieser zielt auf ein Gegenangebot zu den üblichen, klischeebeladenen Jugend- und Mädchenzeitschriften, in denen Mädchen oft nur darauf getrimmt würden, Jungen zu gefallen und sich geschlechtskonform zu verhalten.

Wie wirken mediale Geschlechterstereotypen auf die Berufswahl von Jugendlichen aus? Dies hat Dr. Marion Esch mit Bezug auf MINT-Berufe untersucht und zeigte, dass Wissenschaft im Film überwiegend männlich codiert ist und von Männern ausgeübt wird. Mit diesen und ähnlichen Bildern, die zumindest den deutschsprachigen Medienraum noch immer dominierten, strukturierten auch naturwissenschaftlich begabte Mädchen und junge Frauen ihre Erwartungen an sich selbst. Die Folge sei mangelndes Selbstvertrauen, entweder in ihre Fähigkeiten oder (nicht ganz unrealistisch) ihre Chancen in diesen Bereichen, mit denen sie ihr Berufswahlspektrum einschränken. Dennoch, so Frau Dr. Esch, seien gerade im US-Fernsehen mit den „Simpsons“ oder „Big Bang Theory“ Serien entstanden, die gekonnt und oft wirkungsvoll mit den Stereotypen und auch gegen sie spielten.

Der Video-Blogger Tarik Tesfu („Gender-Krise“) moderierte den abschließenden Talk unter dem Titel „Typisch Frau, typisch Mann? – Gibt’s das überhaupt?“. Der Gewerkschafter Jörg Bewersdorf (Vorstand Bundesforum Männer) verwies bei der Frage, inwiefern er ein typischer Mann sei, auf die Vielseitigkeit seiner sozialen Rollen: Als Finanzbeamter sei er sicher geschlechtstypisch, als Gender-Experte mit Teilzeiterfahrung hingegen kaum. Esther Franke (Initiative Discover Football) erweitert nicht nur als Fußballexpertin die Frauenrolle, sondern betont auch: „Ich interessiere mich wenig für männliche Anerkennung“. Die Einteilung in männlich und weiblich sei ohnehin generell hinterfragenswert. Während Dr. Ina Czyborra (MdA Berlin, Frauenpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion) dafür eintrat, dass Frauenpolitik auch unter diesem Label noch immer nötig sei, sprach die Grimme-Preisträgerin Anne Wizorek (Initiatorin #aufschrei) von Gender eher als einem Spektrum, das nicht nur durch institutionelle Politik und zwei Geschlechter zu repräsentieren sei. Die Publizistin Jasna Strick („Ich bin kein Sexist, aber…“) machte deutlich, dass im Internet, welches die Gesellschaft mit ihren positiven wie negativen Seiten spiegele, stereotype Haltungen oft mit verbaler Gewalt und Drohungen verteidigt und verfestigt würden. Als Betroffene plädierte sie dafür, Strategien zu entwickeln, die die eigene Handlungsfähigkeit in Netz und Öffentlichkeit nachhaltig sicherten.

„Sind Frauen emanzipiert, wenn sie sich wie Männer verhalten?“ fragte Tarik Tesfu in die Podiums-Runde. Esther Franke fragte zurück: „Emanzipiert von was?“ Sicher sei die Befreiung von Einschränkungen gut. Aber nicht jedes Verhalten sei damit schon ok. Jörg Bewersdorf findet, es sei wichtig, nicht einfach Erwartungen zu erfüllen – gerade Männer sollten dies vermeiden, sie schadeten damit oft gerade auch sich selbst, wenn sie etwa ihr Leben nur der Karriere widmeten. In diesem Sinne plädierte Ina Czyborra dafür, Frauen sollten etwa in Männerdomänen ihre Ziele auch dann verfolgen, wenn die eigene Sozialisation hier manchmal den Impuls gebe, einzulenken. Esther Franke betonte jedoch, dass es sich viele Menschen, gerade auch Frauen nicht immer aussuchen könnten, in welchen Bereichen sie sich wie verhalten können; die Strategiefrage sei oft einfach eine für Privilegierte. Anne Wizorek resümierte: „Wir haben mit einer Kanzlerin und vielen Entwicklungen zwar einige Meilensteine erreicht. Aber auf der Zielgeraden sind wir noch lange nicht.“



Welche Rolle spielst du?

...Rollenstereotype mal umgekehrt!


Keine Lust mehr, den starken Mann markieren zu müssen und bei Liebesfilmen nicht weinen zu dürfen? 

Hast du es satt, immer unterschätzt zu werden und als schwach zu gelten, nur weil du eine Frau bist?

Bist du es leid, dass du von deinen Kollegen komisch angeschaut wirst, weil du lieber Teilzeit arbeitest und mehr Zeit mit der Familie verbringen möchtest?

Genervt vom ewigen Zwang, immer perfekt gestylt zu sein?

     ROLLENSTEREOTYPE betreffen uns alle und nur gemeinsam können wir sie überwinden!!



Grußwort der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Manuela Schwesig

© Bundesregierung / Denzel






© Bundesregierung / Denzel


Die Wirklichkeit verändert sich oft schneller als die Bilder in den Köpfen. Längst gibt es Frauen, die Unternehmen und Staaten führen, physikalische Grundlagenforschung betreiben oder ins Weltall fliegen. 

 

Längst gibt es Männer – und zwar immer mehr –, die sich an Familie beteiligen: nicht am Rande ihrer Berufstätigkeit, sondern partnerschaftlich. Aber traditionelle Rollenstereotype – Männer können dies nicht, Frauen dürfen jenes nicht – halten sich hartnäckig. Sie hindern Männer und Frauen daran, das zu tun, was sie wollen und können. Auf gesellschaftlicher Ebene blockieren sie Gleichberechtigung.

Das Projekt „Geschlechterrolle vorwärts“ des Deutschen Frauenrings verfolgt das Ziel, dass Frauen und Männer jenseits von Klischees bestimmen können, wer sie sind, und leben können, wie sie wollen. Das Bundesfrauenministerium unterstützt dieses Projekt; denn ich finde es wichtig, dass Kinder und Jugendliche ein individuelles Selbstverständnis jenseits von „typisch Mann oder typisch Frau“ bekommen und so ihre eigenen Entscheidungen treffen können – sei es zur Berufswahl oder zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Nur wenn sich die Rollenbilder ebenso verändern wie die Wirklichkeit, lässt sich Gleichstellung tatsächlich verwirklichen!

 

     

 

Manuela Schwesig
Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend 

 



 








 


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